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33. SPIELZEIT
THEATER GREVE GMBH
SPIELZEIT 2012-2013
WIR LEBEN IN DER
BESTEN ALLER
MÖGLICHEN WELTEN
ALLES IST ZUM GUTEN BESTELLT.
14. FEBRUAR – 24. MÄRZ 2013
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PETER
RAUCH |
ANDREA GLOGGNER |
MANFRED H. GREVE |
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JERZY KOSIN |
ROBERTO WIDMER |
REINHARD HORRAS |
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10 SCHAUSPIELER IN 32 ROLLEN.
DURCHGEHENDE ROLLE CANDIDE:
| BARON / JACQUES DON ISSACHAR /
GOUVANEUR DON FERNANDO VON BUENOS AIRES / WIRT IN CAYENNE / KÖNIG
VON ELDORADO / SCHIFFSKAPITÄN / SENATOR POCURARANTE VON VENEDIG /
DERWISCH |
PETER RAUCH |
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BARONIN VON THUNDER-TEN-TRONCKH /
WIRTIN / DIE ALTE / MÄDCHEN IN ELDORADO / MATROSE / MARQUISIN VON
PAROLIGNAC |
ANDREA GLOGGNER |
KUNIGUNDE VON
THUNDER-TEN-TRONCKH /WILDE FRAU IN ELDORADO /MATROSE /
MASSLIEBCHEN VON WESTFALEN |
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| CACAMBO / WERBER /
GROSSINQUISITOR / KAUFMANN IN SURINAM / MÖNCH |
ROBERTO WIDMER |
GREIS IM LANDE ELDORADO /
SPANISCHER SCHIFFSKAPITÄN / ABBÉ VON PERIGORD /
MALTESERRITTER / WERBER / GALEERENSCHIFFER / SPITZEL IN LISSABON |
REINHARD HORRAS |
| WERBER / WIRT IN SURINAM /
SCHIFFSFAHRER / PANGLOSS / MARTIN |
MANFRED H.
GREVE |
| VANKOOP - RIJSZAAN / MÄDCHEN
IN ELDORADO / WIRTIN IN VENEDIG |
INGRID RICHTER |
| AFFE IN ELDORADO / MATROSE /
GALEERENKAPITÄN |
ROLAND SCHÜTT |
DER JUNGE BARON VON
THUNDER-TEN-TRONCKH / WERBER /
OFFIZIER IN BUENOS AIRES / BRUDER GOLDLACK /
STANISLAUS LESZCZYNSKI, KÖNIG VON POLEN |
JERZY KOSIN |
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CANDIDE |
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INSZENIERUNG . . . . . . . . . . . . . . .
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MANFRED H. GREVE |
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BÜHNE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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HORST STRASSER |
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TON. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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LOTHAR ADOLPHI |
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KOSTÜME . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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THEATERKUNST HAMBURG,
STUDIO BABELSBERG |
AUS DEM FRANZÖSISCHEN ÜBERTRAGEN UND BEARBEITET
VON MANFRED H. GREVE
DAUER DER AUFFÜHRUNG CA. 2 ¼ STUNDEN MIT PAUSE
PREMIERE AM 13. FEBRUAR 2013 IM KULTURFORUM REINBEK
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„Candide oder der Optimismus“
ist eine Einladung, sich mit der Welt, mit unserer Gesellschaft, mit dem
Menschen auseinanderzusetzen. Weltlust, Welteroberung, Welterfahrung,
Weltverzweiflung, Weltfetzen, Umbruchzeiten, der Umgang des Menschen mit
Naturkatastrophen, Erdbeben (Lissabon), Umkehr des Menschen in seiner
Existenzphilosophie, das sind die zentralen Themen in Voltaires „Candide
oder der Optimismus“.
Die Weltreise Candides beinhaltet den differenzierten Blick des Menschen
auf sich selbst im Spielfeld äußerer Einflüsse. Naturkatastrophen
gleichen antiken Schicksalsschlägen. Damit können wir umgehen.
Zivilisationskatastrophen werden durch Menschen verursacht. Damit haben
wir Schwierigkeiten, umzugehen.
In Voltaires „Candide“ tauchen Ohrfeigen, Liebesabenteuer,
Krieg, Erdbeben, Galeerensträflinge, das Durchstreifen von Ländern und
Kontinenten auf, sogar eine Reise ins Paradies, ins Land Eldorado.
Candide, welchem von seinem Lehrer Pangloß gesagt wurde: „Dies ist die
beste aller möglichen Welten. Alles ist zum Guten bestellt“, tauchen im
Laufe seiner Entwicklung Zweifel an der Wohleingerichtetheit unserer
Welt auf.
Voltaire beleuchtet mit Witz, exzellenter
Sprache, hoher Differenzierung und optimistischem Galgenhumor das „Eingerichtetsein“
des Menschen in der Welt aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln des
irdischen Daseins. Ein in seiner Substanz hochaktuelles heutiges
Theaterstück. Ein Stück prallen phantasievollen Theaters.
Das Publikum wird bezaubert und auf eine weite
Reise durch die Vielgestaltigkeit unserer Welt mitgenommen. Voltaires „Candide“
ist ein Klassiker der Desillusionierung. Nirgendwo sonst ist mit so viel
Esprit und guter Laune über das Elend der Welt
geschrieben worden.
Ist alles Geschehene unausweichlich in dieser
Welt und führt zu einem guten Ende?
Dieser Theaterabend gibt eine Antwort darauf.
Voltaires „Candide“ gehört zur empfohlenen
Lektüre für Schulen, um ein Weltbild des Menschen entstehen zu lassen.
Manfred H. Greve
VOLTAIRE
1694 – 1778

DER OPTIMIST ERKLÄRT,
DASS WIR IN DER BESTEN ALLER
MÖGLICHEN WELTEN LEBEN.
DER PESSIMIST FÜRCHTET,
DASS DIES WAHR IST.
JAMES BRANCH LABELL
LEIBNIZ (1646 – 1716):
Die Welt ist die beste aller möglichen Welten ...
Voltaire (1694 – 1778):
... sie ist die schlimmste aller Erdkugeln.
Diese Welt ist ein Jammertal.
WER HAT RECHT?
UND WAS GEHT ES UNS HEUTE AN?
„CANDIDE ODER DER OPTIMISMUS“
von Voltaire
WARUM SPIELEN WIR „CANDIDE“?
„Candide“ ist ein Stück Philosophie, verpackt in
Action, Tempo, Drastik und bitteren Witz.
Erdbeben in Japan und anderswo – Tsunami –
Vulkanausbrüche – Atom-Katastrophe –
Klima-Katastrophe – Terrorwarnung – Euro-Krise – Finanzmarktkrise – AIDS
– EHEC ...
Ist Optimismus die Tollheit, zu behaupten, alles sei
gut, wenn’s einem schlecht geht?
Leibniz meint mit seiner Aussage, dass alle in dieser
Welt geschehende Dinge in einem inneren,
harmonischen, weil vollkommenen, göttlichen Zusammenhang stehen und
darum Sinn machen.
Voltaire überzieht diese Theorie in seinem Stück „Candide“
mit beißendem Spott.
Und die Satire wirkt bis heute.
„Alles in dieser Welt ist auf das Bestmögliche
eingerichtet!“ lehrt der Philosoph Pangloss seinen
Schüler Candide. Doch als dieser aus seinem Paradies vertrieben wird,
beginnt eine absurde Reise
durch die Weltgeschichte, die keine Scheußlichkeit des Daseins auslässt:
Erdbeben, Tsunami,
Syphilis, Krieg, Mord und Terror, Prostitution und Menschenhandel,
Korruption, Betrug und Liebesschmerz.
Die Schlechtigkeit der Welt stellt seinen Optimismus auf eine harte
Probe.
„Wenn dies die beste aller möglichen Welten ist, wie
sind dann erst die anderen?“
fragt sich Candide.
Stationen Candides auf seiner Weltreise
-
Minden in Westfalen. Candide wächst in einem schönen
Schloss auf und wird wegen seiner Liebe zu Kunigunde daraus
vertrieben.
-
Amsterdam in Holland. Im Land der reichen Leute
christlichen Glaubens. Candide trifft seinen ehemaligen
Philosophielehrer wieder und Jacques, den Wiedertäufer.
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Lissabon. Candide, Pangloss und der Wiedertäufer.
Schiffbruch vor Lissabon. Das „Erdbeben von Lissabon“ beginnt.
Autodafé zur Verhinderung von Erdbeben. Pangloss auf dem
Scheiterhaufen. Candide wird verprügelt.
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Die Geschichte der Alten. Candide findet seine
Liebe, Kunigunde, wieder.
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Kunigunde. Ihre Geschichte. „Der Hahnenkampf“ von
Don Issachar und dem Großinquisitor um ihre Gunst. Am Ende sind
beide tot und Candide muss wieder fliehen.
-
Flucht in die Neue Welt. Candide bei den Jesuiten in
Paraguay. Hier trifft er den Bruder seiner lieben Kunigunde wieder
und tötet ihn.
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Buenos Aires. Auseinandersetzung mit dem dortigen
Gouverneur Don Fernando Lampourdos y Souza, Kunigundes wegen.
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Flucht Candides aus Buenos Aires. Auftritt Cacambo.
Reise durch Südamerika hinauf ins Tal der Henkelohraffen.
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Eldorado. Das Land, in dem es Gold regnet. Begegnung
mit dem Waisen von Eldorado. Wie lange kann man Glück ertragen?
PAUSE
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Candide und Cacambo treffen im Lande Surinam ein.
Der Optimismus steht auf dem Prüfstand. Zu ihnen gesellt sich Martin
der Manichäer.
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Auf See, mit Martin. Schiffeversenken vor der
Einschiffung nach Bordeaux.
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Erlebnisse in Paris. Besuch bei dem edlen Venezianer
Pococurante in Venedig.
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Schifffahrt nach Istanbul. Wiederbegegnung mit dem
auferstandenen Dr. Pangloss. Wiederbegegnung mit Cacambo. Wie
Candide Kunigunde und die Alte wieder fand.
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Das Weltbild eines Derwischs.
-
Im Garten von
Istanbul. Alles ist gut. Alles?
Wir müssen „unseren Garten“ bestellen.
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Manfred H. Greve, Sülldorfer
Kirchenweg 78, 22587 Hamburg, Tel.: 0 40 / 8 66 36 01, Fax: 0 40 / 86 95 04
E-Mail: theater.greve@t-online.de
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