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Candide
33. SPIELZEIT
THEATER GREVE GMBH
SPIELZEIT 2012-2013

29. Oktober bis 30. November 2012
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INSZENIERUNG . . . . . . . . . . . . . .
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MANFRED H. GREVE |
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BÜHNE. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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HORST STRASSER |
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TON. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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LOTHAR ADOLPHI |
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BESETZUNG . . . . . . . . . . . . . . . . .
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MIT PETER RAUCH, ROBERTO WIDMER, ANDREA GLOGGNER,
NELE HOLLINDERBÄUMER,
MANFRED H. GREVE, REINHARD HORRAS, JERZY KOSIN, ROLAND SCHÜTT,
INGRID RICHTER |
WAS IST DIE WAHRHEIT HINTER DER WAHRHEIT?
WIE WEIT DARF EINE UNSCHULDSVERMUTUNG GEHEN?
DIE GERECHTIGKEIT FINDET IN EINER HÖHEREN ETAGE STATT,
ALS DIE JUSTIZ ANGESIEDELT IST.
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HANDLUNG
Ein Zürcher Kantonsrat erschießt in einem überfüllten, von Politikern,
Wirtschaftskoryphäen und Künstlern besuchten Restaurant der Stadt vor
aller Augen einen Germanisten, Professor an der Universität, lässt, zu
zwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt, im Gefängnis einen jungen,
mittellosen Rechtsanwalt zu sich kommen und erteilt diesem den Auftrag,
seinen Fall unter der Annahme neu zu untersuchen, er sei nicht der
Mörder gewesen. Der junge Anwalt, der den scheinbar sinnlosen Auftrag
annimmt, erkennt zu spät, in welche Falle ihn die Justiz geraten lässt,
weil er sie mit der Gerechtigkeit verwechselt.
FRIEDRICH
DÜRRENMATT
„JUSTIZ“ von Friedrich Dürrenmatt behandelt einen öffentlichen
Mord. Der Zürcher Kantonsrat Dr. h.c. Isaak Kohler erschießt im voll
besetzten Restaurant „Du Théâtre“ vor aller Augen den
Germanistikprofessor Adolf Winter. Völlig widerstandslos lässt sich der
Kantonsrat wenige Stunden später festnehmen. Obgleich im späteren
Prozess einige Beweismittel fehlen (die Tatwaffe wird nie gefunden), es
gibt auch kein klares Motiv, warum Dr. h.c. Isaak Kohler geschossen hat,
wird dieser zu zwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt.
Dr. Kohler (sehr vermögend, hoch angesehen und beliebt) beauftragt
aus dem Gefängnis heraus den Junganwalt Felix Spät, seinen Fall völlig
neu zu untersuchen unter der Annahme, er, Dr. h.c. Isaak Kohler sei n i
c h t der Mörder gewesen. Er lässt den Fall untersuchen unter der
Vorgabe wissenschaftlichen Interesses. Der junge Anwalt Felix Spät nimmt
wider besseren Wissens und aus Geldmangel das Mandat an.
Der beauftragte Privatdetektiv Lienhard sammelt neue Indizien zu dem
Fall. Die Tatwaffe bleibt unauffindbar, ein klares Geständnis des
Verurteilten liegt nicht vor, noch ein nachvollziehbares Motiv,
Zeugenaussagen widersprechen sich. Das Urteil wird juristisch unhaltbar.
In einem erneuten Prozess unter dem Staranwalt Stüssi-Leupin wird Dr.
h.c. Isaak Kohler freigesprochen. Ein ehemaliger Schweizer Meister im
Pistolenschießen, Dr. Benno, damals im „Du Théâtre“-Restaurant anwesend,
wird tot aufgefunden. Es wird Selbstmord festgestellt. Man nimmt darauf
hin ein Schuldeingeständnis an. Wie der Ausgang des Falles wirklich ist,
wird erst im letzten Drittel des Stückes erklärt.
Sehr skurrile und facettenreich gezeichnete Charaktere treten im
Stück auf. Der Gerechtigkeitsfanatiker Junganwalt Spät, der
lebenserfahrene Kantonsrat Dr. h.c. Isaak Kohler, seine bildschöne
Tochter Hélène Kohler, eine zwergenwüchsige Großindustrielle Monika
Steiermann, die mondäne Lebedame Daphne Wagner. Mit all diesen Personen
werden gesellschaftlich-kulturelle Entwicklungen und das Phänomen des
Justizapparates verwoben, ein Apparat, der seiner Institution nach sich
oft selbst im Wege steht. Was ist die Wahrheit hinter der Wahrheit? Wer
ist der eigentlich wirkliche Täter? Hat der Kantonsrat Dr. h.c. Isaak
Kohler, wie im Billard, nur „à la bande“ gespielt? Wie geht es aus, wenn
der Anwalt Felix Spät am Schluss versucht, Dr. h.c. Isaak Kohler zu
erschießen? Und warum will er das?
Manfred H. Greve
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Manfred H. Greve, Sülldorfer
Kirchenweg 78, 22587 Hamburg, Tel.: 0 40 / 8 66 36 01, Fax: 0 40 / 86 95 04
E-Mail: theater.greve@t-online.de
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