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ZIEH DEN STECKER
RAUS, DAS WASSER KOCHT
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URFAUST
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JOHANN WOLFGANG
VON GOETHE
URFAUST
GOETHES FAUST IN URSPRÜNGLICHER GESTALT
INSZENIERUNG: MANFRED H. GREVE
BÜHNE: HORST STRASSER
KOSTÜME: THEATERKUNST BERLIN
TONTECHNIK: LOTHAR ADOLPHI
MUSIKALISCHE EINSPIELUNG: WITTWULF Y. MALIK
PRODUKTIONSASSISTENZ: REINHARD HORRAS
TECHNISCHE LEITUNG: NORBERT JOEST |
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11. Februar bis
09. April 2011 |
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GOETHES FAUST IN URSPRÜNGLICHER GESTALT
„Wer nicht von dreitausend Jahren
sich weiß Rechenschaft zu geben,
bleibt im Dunkel, unerfahren
mag von Tag zu Tage leben.“
Goethe, West-Östlicher Diwan
Inhalt
Faust grübelt in seiner Studierstube bei
Nacht über den Sinn des Daseins. Die herkömmlichen Wissenschaften
(Philosophie, Juristerei, Medizin und auch die Theologie) vermögen ihm
nichts mehr zu geben. Nur noch in der Magie sieht er einen Weg, in das
Geheimnis der Welt einzudringen. Er schlägt das Zauberbuch des
Nostradamus auf und berauscht sich beim Anblick des Zeichens des
Makrokosmos an der Harmonie, die das All durchdringt. Doch hofft er sich
noch mehr Befriedigung vom Zeichen des Erdgeistes, den er mit
geheimnisvollen Formeln beschwört. Der Geist erscheint, jedoch nur, um
Faust seine Zwergenhaftigkeit als Mensch gegenüber der Natur und ihren
ewig schaffenden Gewalten fühlen zu lassen. Nach einer kurzen
Unterbrechung, die das nächtliche Meditieren durch seinen Famulus Wagner
erfährt, wendet Faust sich wieder im Selbstgespräch den ihn bedrängenden
Fragen des „ungewissen Menschenloses“ zu.
Mephisto und Faust treten die Reise in
die Welt an. Vorher fertigt Mephisto einen Schüler ab, den er auf
diabolische Weise in die Wissenschaften einführt, wobei er ihm ganz
besonders die Medizin preist, bei der man am schnellsten von der „grauen
Theorie zum grünen Baum des Lebens“ gelange ...
Mit einer Szene bei einer „Zeche lustiger Gesellen“ in Auerbachs Keller
in Leipzig beginnt dann Fausts „neuer Lebenslauf“. Anzügliche Reden,
Einzel- und Rundgesänge von der Ratte, die Liebe im Leibe hatte, vom
König mit dem Floh und von den Zechern, denen „kannibalisch wohl“ ist
„als wie fünfhundert Säuen“, geben dem Gelage das Gepräge. Faust zaubert
mit der Hilfe Mephistos aus Löchern, die er in den Tisch bohrt, Wein. Im
Höhepunkt der Verwirrung verschwinden Faust und Mephisto aus dem Keller.
Faust trifft Gretchen, das unschuldige
Geschöpf, an dem sich Fausts Liebessehnen in tragischer Weise erfüllen
soll. Er begegnet ihr auf dem Heimweg von der Beichte und spricht sie
sofort in stürmischer Werbung an. Mephisto kann nicht schnell genug
Geschmeide heranschaffen, mit dem das arme Kind betört werden soll.
Im Haus und Garten der kupplerischen Nachbarin, Marthe Schwerdlein,
vollzieht sich das Weitere. Mephisto führt sich bei Frau Marthe ein,
indem er vorgibt, Nachricht für sie von ihrem in Italien verstorbenen
Manne zu haben. Faust ist der Zeuge. So treffen sich Faust und Gretchen
wieder. Es kommt zu dem rührenden Geständnis des zum ersten Liebesleben
erwachten Mädchens. Mit ahnendem Instinkt sieht sie in Mephisto den
„bösen Geist“, der zwischen ihr und ihrer Liebe steht, und ihr gläubiges
Gemüt ist in tiefer Sorge um die Stellung des Geliebten zur Religion,
die auch durch das berühmte „Glaubensbekenntnis“ Fausts nicht behoben
werden kann. Immerhin erwacht in Faust über dem Erleben mit dem
unschuldigen, reinen Kind sein besseres Ich. Er versucht verzweifelt
sich von Mephisto zu lösen und kann doch nicht ohne ihn zu seinem Ziel
gelangen. Nachdem Gretchen Faust in ihre Kammer eingelassen hat, während
ihre Mutter durch einen Trank, den ihr Faust gab, in tiefen Schlaf
versetzt wurde, ist die tragische Entwicklung nicht mehr aufzuhalten.
Valentin, Gretchens Bruder, ein tapferer Soldat, hat erfahren, was sich
im Hause begab. Vergeblich betet Gretchen, die ein Kind unterm Herzen
trägt, vor dem Bild der Mater dolorosa („Ach neige, Du Schmerzensreiche,
Dein Antlitz gnädig meiner Not“.) Nicht anders ergeht es ihr im Dom, wo
ihr unter Gesang des „Dies irae“ die Stimme des bösen Gewissens so hart
zusetzt, dass sie ohnmächtig niedersinkt. An ihr hat sich inzwischen das
unabwendbare, bittere Schicksal vollzogen: ihre Mutter starb an dem
Trank, das Kindlein, das sie zur Welt brachte, ertränkte sie. So findet
Faust nur noch eine Wahnsinnige im Kerker, bei deren Anblick Faust fast
verzweifelt. Mephisto holt Faust zur zweiten Weltenfahrt ab.
PERSONEN IN DER REIHENFOLGE DES AUFTRETENS:
| HEINRICH FAUST |
BERND SEEBACHER |
| FAMULUS WAGNER |
HANS-JÜRGEN GÜNDLING |
| MEPHISTO |
MANFRED H. GREVE |
| SCHÜLER |
UWE THIELEN |
| FROSCH |
REINHARD HORRAS |
| ALTEN |
HANS-JÜRGEN GÜNDLING |
| SIEBER |
JERZY KOSIN |
| BRANDER |
UWE THIELEN |
| GRETCHEN |
NELE HOLLINDERBÄUMER |
| FRAU MARTHE |
KARIN KIURINA |
| LIESGEN |
INGRID RICHTER |
| VALENTIN |
JERZY KOSIN |
| GEIST VOM DOM |
KARIN KIURINA |
| CHOR VOM DOM |
ENSEMBLE |
Pressestimmen / Kritiken
(ab 14. Februar 2011)
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BERND SEEBACHER
"FAUST"

MANFRED H. GREVE
"MEPHISTO"

NELE HOLLINDERBÄUMER
"GRETCHEN"

HANS-JÜRGEN GÜNDLING
"WAGNER"

REINHARD HORRAS
"FROSCH"

UWE THIELEN
"SCHÜLER"

JERZY KOSIN
"VALENTIN"

KARIN KIURINA
"FRAU MARTHE"

INGRID RICHTER
"LIESGEN" |
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Manfred H. Greve, Sülldorfer
Kirchenweg 78, 22587 Hamburg, Tel.: 0 40 / 8 66 36 01, Fax: 0 40 / 86 95 04
E-Mail: theater.greve@t-online.de
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