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ZIEH DEN STECKER RAUS, DAS WASSER KOCHT      |    JUSTIZ    |     DER VERDACHT


FRIEDRICH DÜRRENMATT
DER VERDACHT

KRIMINALSTÜCK NACH DER NOVELLE „DER VERDACHT“
ADAPTIERT VON MANFRED H. GREVE

DASS DIE LITERATUR SPRENGSTOFF IST,
WILL UNSERE GESELLSCHAFT
NICHT WAHRHABEN.
(FRIEDRICH DÜRRENMATT)

INSZENIERUNG: MANFRED H. GREVE
BÜHNE: HORST STRASSER
TONTECHNIK: LOTHAR ADOLPHI
PRODUKTIONSASSISTENZ: REINHARD HORRA
S


 

WIEDERHOLUNG

Premiere am 4. November 2011 in Reinbek

Tournee vom 5. November bis 5. Dezember 2011


Auf Wunsch wird vor der Aufführung
eine kostenlose Einführung angeboten.

 

Handlung

Kommissar Bärlach, am Ende seiner Polizeikarriere angekommen und an Krebs leidend, erholt sich im Krankenhaus von einer Operation. Dort wird er Zeuge, wie sein Freund und Arzt Samuel Hungertobel beim Anblick eines Fotos im Magazin Life erbleicht und irritiert scheint. Der Abgebildete soll der deutsche Arzt Nehle sein, der in Konzentrationslagern grausame Operationen an Häftlingen vorgenommen hat, ohne sie zu narkotisieren, und sich 1945 umgebracht hat. Hungertobel erkennt eine große Ähnlichkeit mit seinem Studienkollegen Emmenberger, der während des Krieges in Chile war.

Bärlach schöpft Verdacht, dass Nehle und Emmenberger die Rollen getauscht haben könnten. Er prüft Interpol-Dokumente und Veröffentlichungen von Nehle/Emmenberger und befragt den Juden Gulliver, der das Konzentrationslager überlebt hat und nach dem Krieg auf eigene Faust im Untergrund Naziverbrecher jagt. Am wahrscheinlichsten erscheint Bärlach, dass Emmenberger unter Nehles Namen die Verbrechen im Konzentrationslager begangen hat und nun unbehelligt die Privatklinik Sonnenstein bei Zürich führt. Diesen Verdacht lässt er von dem Journalisten Fortschig in dessen Zeitschrift „Apfelschuss“ veröffentlichen und begibt sich selbst unter falschem Namen als Patient in Emmenbergers Klinik, in der Hoffnung, der psychisch unter Druck gesetzte Emmenberger möge sich selbst verraten. Emmenberger ist auch wirklich der Täter, doch Bärlachs Plan geht nicht auf, denn schnell verliert Bärlach jegliche Kontrolle über die Situation. Emmenberger ist völlig skrupellos und wird von absolut ergebenen Mitarbeitern unterstützt. Er hat bereits Fortschig töten lassen und plant, nun auch Bärlach mit einer seiner berühmten Operationen zu beseitigen, doch Gulliver greift ein und tötet Emmenberger.

Dürrenmatt gelingt es, mit dem krebskranken Berner Kommissar Bärlach eine Detektivfigur von alttestamentarischer Wucht zu schaffen und diese zugleich ironisch in Frage zu stellen. Der vom Detektivroman implizierte Zusammenhang von Moral und Logik wird ad absurdum geführt; zugleich eröffnen Dürrenmatts Stücke stets philosophische Perspektiven auf das Verhältnis von Recht und Moral, auf die Ursache des Bösen und auf die Möglichkeiten von Erkenntnis.


Zum Thema

In „Der Verdacht“ geht es nicht darum, herauszufinden, wer der Mörder ist, sondern darum, ob und wie Kommissar Bärlach wieder aus der Falle kommt, in die er hineingeraten ist. Er hat eine Operation überstanden, und man nimmt an, dass er noch ein Jahr leben wird. Er liegt im Salemspital in Bern und liest symbolischerweise in der Zeitschrift „Life“. Ein Bild erweckt den Verdacht seines Arztes – dass nämlich der berüchtigte Arzt Nehle, der im Konzentrationslager Stutthof ohne Narkose operierte, mit Dr. Emmenberger, dem Vorsteher einer Zürcher Privatklinik, identisch sei. Bärlach hätte allen Grund, anderen die Prüfung dieses Falles zu überlassen: erstens ist er jetzt pensioniert, und zweitens hätte er wohl ein Recht darauf, sein letztes Lebensjahr in Ruhe zu genießen. Es ist keine moralische Verpflichtung, die ihn treibt, sondern ein unbändiger Trotz, „in dieser Welt zu bestehen und für eine andere, bessere zu kämpfen, zu kämpfen auch mit diesem jammervollen Leib, an welchem der Krebs fraß“. In der besten Tradition der „tough private eyes“.


Den Zuschauer zum Denken anregen

Mit seinen Werken wollte Dürrenmatt die Zuschauer aus ihrer passiven Rolle herausreißen. Indem er verfremdete, hinterfragte und die Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft aufdeckte, wollte er die Zuschauer zum Denken anregen. Unbequem, provokant, gescheit, grotesk – das sind Begriffe, die Dürrenmatts stilistischen Zugriff charakterisieren. Zitate wie „Wer das Scheitern nicht wagt, soll die Hände von der Kunst lassen“, „Vaterland nennt sich der Staat immer dann, wenn er sich anschickt, auf Menschenmord auszugehen“ oder „Niemand köpft leichter als jene, die keine Köpfe haben“ zeigen Dürrenmatts direkte, fast zynische Ausdrucksweise gegenüber den Schwachstellen der Gesellschaft. Dürrenmatt fordert vom Zuschauer mehr, er zwingt ihn oft in die aktive Rolle der Selbstreflexion, er erwartet ein Mitdenken, so wie seine Theaterstücke von den Schauspielern ein Feingefühl für seine Figuren fordern, damit der Zuschauer „dran“ bleibt, mitgeht und sich mit dem Stück auseinandersetzt. „Der Verdacht“ ist daher als Theaterstück bestens geeignet, diesem Anspruch gerecht zu werden, denn der Stoff ist an apokalyptischer Dramatik kaum mehr zu überbieten.


Besetzung

KOMMISSAR HANS BÄRLACH ULRICH VON BOCK
DR. FRITZ EMMENBERGER MANFRED H. GREVE
DR. LUTZ, POLIZEIBEAMTER REINHARD HORRAS
FRAU DR. EDITH MARLOK ANDREA GLOGGNER
DR. SAMUEL HUNGERTOBEL RIMBERT SPIELVOGEL
GULLIVER, EIN JUDE ROBERTO WIDMER
FORTSCHIG, SCHRIFTSTELLER KARL KORTE
OBERSCHWESTER LINA INGRID RICHTER


RECHTE: DIOGENES VERLAG, ZÜRICH

 

 

Pressestimmen / Kritiken

 



ULRICH VON BOCK
"KOMMISSAR BÄRLACH"

 


ANDREA GLOGGNER
"FRAU DR. MARLOK"

 


MANFRED H. GREVE
"DR. EMMENBERGER"

 


REINHARD HORRAS
"DR. LUTZ"

 


ROBERTO WIDMER
"GULLIVER"

 

Manfred H. Greve, Sülldorfer Kirchenweg 78, 22587 Hamburg, Tel.: 0 40 / 8 66 36 01, Fax: 0 40 / 86 95 04
E-Mail: theater.greve@t-online.de  

 

Pressestimmen / Kritiken
 

Überlingen
Friedrich Dürrenmatts "DER VERDACHT"
Gastspiel mit Theater Greve aus Hamburg Stück berührt Zuschauer im Kursaal tief

... Ein Kompliment an die Schauspieler. Besonders brillant ist Manfred H. Greve in der Rolle des Dr. Fritz Emmenberger, des Bösewichts, der von Kriminalkommissar Hans Bärlach auf subtile Art seiner Verbrechen überführt wird. Greve spielt den getriebenen, grausamen Emmenberger so brillant, dass der Zuschauer meint, an seiner Kälte zu erfrieren .... Brillant spielt auch Ulrich von Bock den Kommissar Bärlach, der seinem Instinkt folgt, sich mutig in die Klinik des Arztes Emmenberger überweisen lässt, sich in seine Hände gibt. ... Grandios gespielt, grandios inszeniert ....

 

Alfeld
Alfelder Kulturvereinigung bietet ihren Besuchern mit Dürrenmatts "VERDACHT" einen gelungenen Abend mit viel Spannung .

... "Der Verdacht" ist ein Stück, das unter die Haut geht .... "Der Verdacht" fordert von den Darstellern alles Können. Und sie haben es souverän gemeistert. Ulrich von Bock spielt sehr glaubwürdig den Kommissar Bärlach, dessen kriminalistischer Instinkt trotz Krankheit nicht verloren gegangen ist - ruhig und gelassen, aber hartnäckig und zielbewusst. Bärlachs jüdischer Freund Gulliver, selbst ein Opfer des brutalen Arztes Dr. Nele, wurde von Roberto Widmer bemerkenswert positiv dargestellt, wenn man sich sein grausames Schicksal vor Augen führt .... Manfred H. Greve, der das Stück selbst inszeniert hat, spielt die Rolle des Dr. Emmenberger so Menschen verachtend, dass im Zuschauerraum eine fast unwirkliche absolute Ruhe herrschte. Einen eindrucksvollen Monolog hält auch Andrea Gloggner als Dr. Marlok, Geliebte und ebenfalls ein Opfer des verbrecherischen Arztes.

 

Bad Arolsen
Psycho- Thriller hält die Zuschauer in Atem.
Großes Theater: Dürrenmatts "Der Verdacht"

Großes Theater war am Samstagabend in der Fürstlichen Reitbahn zu erleben.

Mit Dürrenmatts "Verdacht" hatte der Volksbildungsring ein intelligentes Kriminalstück auf die Bühne geholt, das in einen aufreibenden "Psycho- Thriller" mündete. Gelassen, souverän, mit kühlem Kopf und kriminalistischem Gespür: So hat das Tourneetheater Greve Dürrenmatts Kommissar Bärlach (gespielt von Ulrich von Bock) als Dreh- und Angelpunkt des Stücks auf der Bühne verankert .... Für die Schauspieler bedeutete dies die - hervorragend umgesetzte - Herausforderung, Spannung in erster Linie durch Sprache zu erzeugen. Dies ist gelungen ....

 

Bad Salzgitter
Sadistischer KZ-Arzt im Visier des Kriminologen
Schauspiel "Der Verdacht" nach der Romanvorlage von Friedrich Dürrenmatt in der Aula des Gymnasiums

... Das Theaterstück "Der Verdacht" nach der Romanvorlage von Friedrich Dürrenmatt (1921 - 1990) spielt im Krankenhaus. Die Inszenierung des Hamburger Theaters Greve, die jetzt beim Kulturkreis in der Aula des Gymnasiums zu sehen war, hält sich eng an die Romanvorlage und verzichtet auch optisch auf jeglichen Schnickschnack. ... Das Zusammentreffen ist geprägt durch einen verbalen Schlagabtausch der bei den Männer, wo die Schauspieler Ulrich von Bock als Bärlach und Manfred Greve als Emmenberger mit geschliffener Sprache eine glänzende Leistung zeigen.

 

Bad Oeynhausen
"Hier operiert der Chef - ohne Narkose"

Fesselnde Unterhaltung im Theater im Park mit Friedrich Dürrenmatts "Der Verdacht". "Der Verdacht" ist das zweite Werk von Friedrich Dürrenmatt, in dem der schwer kranke Bemer Kommissar Hans Bärlach die Hauptperson ist. Das Theater Greve hat eine dramatisierte Version auf die Bühne gebracht, die von der ersten Minute bis zum Schluss fesselte ....

 

Meppen
Ermittlungen vom Krankenbett

Theater Greve inszeniert "Der Verdacht" in Meppen.

Mit der Inszenierung "Der Verdacht" hat das Theater Greve einen Klassiker von Friedrich Dürrenmatt auf die Meppener Bühne gebracht .... Manfred H. Greve hat es mit einer pointierten Inszenierung geschafft, die literarische Vorlage mit großer Intensität auf die Bühne zu transportieren. Durch die scharf konturierten Dialoge gelingt es außerdem, dem Zuschauer eine plastische Vorstellung der Charaktere zu vermitteln. Die äußerst homogene Inszenierung wusste durchweg zu überzeugen und sorgte für gespannte Aufmerksamkeit im Zuschauerraum.

 

Heinsberg
Ein starkes Stück geht über die Bretter.

"Der Verdacht" war ein starkes Stück, das über die Bretter ging. Ein solch schwergewichtiges Stück hat man im Spielplan lange vermisst. Es bot Anlass für Schüler wie Lehrer zum Besuch der Begegnungsstätte Heinsberg, wo das Hamburger Theater Greve das Stück aufführte .... Die neun Protagonisten setzten alles daran, die Besucher zu packen. Besonders eindrucksvoll waren der Jude Gulliver im gelben Kaftan (Roberto Widmer), Ulrich von Bock als "Kommissar" Hans Bärlach und Manfred Greve als der untergetauchte Arzt, bei dem einem die Spucke wegblieb ....

 

Versmold
Das Grauen hinter steriler Fassade

Theaterabend mit Dürrenmatt

Fasziniert verfolgt das Publikum im ausverkauften Haus zum Saisonausklang die Umsetzung des Romans von Friedrich Dürrenmatt. Der Hamburger Theaterchef Manfred H. Greve hat den Roman 2009 für die Bühne zum packenden Kriminalstück adaptiert. Jetzt kamen die Versmolder in den Genuss der zweieinhalbstündigen Vorführung, in der die philosophischen Fragen nach Schuld, Sühne, Legitimität und dem ungleichen Verhältnis von Gerechtigkeit und Freiheit im Mittelpunkt stehen ....

 

Kronach
Schauspiel "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt wird in Kronachs Kreiskulturraum bejubelt .

... Intendant und Schauspieler Manfred H. Greve (Hamburg) hat den ehemaligen Zeitungsroman 2010 neu inszeniert auf die Bühne gebracht und schickt den Berner Kommissar Hans Bärlach in seine lebensgefährliche Aufgabe, dem "Verdacht" auf einen geschickten Naziarzt, der sich in Zürich als Modearzt mit einer neuen Identität etabliert hat, und weiterhin sein skrupelloses menschenverachtendes Handwerk ausübt und genießt, nachzugehen .... Ulrich von Bock als Kommissar Bärlach, Roberto Widmer als der KZ-Überlebende Jude Gulliver und Andrea Gloggner als Geliebte des KZ-Arztes Frau Dr. Edith Marlok, bauten mit ihrer hohen Sprachkunst und engagierten schauspielerischen Präzision eine authentische Atmosphäre und mörderische Spannung auf, die nur noch von Manfred H. Greve als nihilistisch sadistischem Dr. Fritz Emmenberger überboten wurde. Seine Präsenz auf der Bühne ist von der Erscheinung und Sprachgewalt kaum zu überbieten .... Begeistert-langanhaltende Zustimmungs- und Beifallskundgebungen.

 

Steinhagen
Spannendes Spiel auf "Verdacht"

Im Kulturwerk: Dürrenmatt- Klassiker gekonnt auf die Bühne gebracht.

... "Glaube, Liebe, Hoffnung, von den dreien bleibt am Ende nur die Hoffnung", beruft sich der Jude Gulliver auf den Apostel Paulus und sagte weiter: "Und ich nahm die Hoffnung und ging mit ihr zum Teufel" .... Dr. Edith Marlok - Andrea Gloggner spielte sie mit Schwung und Sarkasmus zwischen Verzweiflung und Rausch - ist dem KZ-Arzt Nele ebenfalls "entkommen": Sie wurde seine Geliebte und Mitarbeiterin. Das mit der Hoffnung sieht sie völlig anders: "Ich ließ die Hoffnung ganz fahren und überließ mich dem Leben mit Geld, Mit Macht" ....

Vom Peiniger zum Gepeinigten

Aufwühlender Theaterabend bei Inszenierung von "Der Verdacht" nach Friedrich Dürrenmatt ... Am Ende des Kriminalstücks "Der Verdacht" nach Friedrich Dürrenmatt gab es viel Applaus für einen Theaterabend der aufwühlte und unter die Haut ging .... Manfred H. Greve hat den 1951 geschriebenen Roman mit seinen philosophischen und absurden Denkspielen für die Bühne adaptiert und ein aufmerksames Publikum hörte die noch heute aktuellen Thesen Dürrenmatts, die er dem Zuhörer mit sprachlicher Wucht entgegenschleudert ....

 

Worms
Todkranker Rächer

... Von Bock verleiht der Figur Bärlach eine einzigartige Persönlichkeit ... Beeindruckend auch Roberto Widmer in seiner Rolle als Jude "Gulliver" ... Manfred Greve stellt nicht nur sein Können als Regisseur unter Beweis, sondern auch als Dr. Emmenberger, dem kaltblütigen Arzt ohne jegliche Anzeichen von Altruismus oder Mitleid ....

 

Bad Orb
Wenn der Jäger zum Gejagten wird

... Die Intensität ist nicht zuletzt der Rolle des fanatischen Emmenberger zu verdanken, den Regisseur Manfred Greve eindrucksvoll und mit großer Bühnenpräsenz verkörpert. Mucksmäuschenstill wird es im Saal, als er Bärlach mit seinen philosophischen wie abstrusen Denkspielen konfrontiert. Messerscharf und mit ungeheurer sprachlicher Wucht werden dem Publikum Gedanken über die Unzulänglichkeit des Menschen, über Macht, Freiheit, Schuld, Gerechtigkeit und Hoffnung entgegengeschleudert ....

 

Rinteln
"Habe das Recht zu tun, was ich will"

... Die Bühnenfassung hat das Hamburger Tourneetheater Greve im Brückentorsaal in einer auf wenige Bilder konzentrierten Inszenierung souverän auf die Bühne gebracht ... Die zahlreichen Schüler, die diese eindrucksvolle Inszenierung besuchten, haben auf jeden Fall genug Stoff, um im Deutschunterricht über "Schuld und Sühne" zu diskutieren. Das Stück "Der Verdacht" lässt sich problemlos nicht nur auf die Situation Hitler- Deutschland beziehen, sondern überhaupt auf alle Konstellationen, in denen Menschen Macht über ihre Mitmenschen haben.

 

Cuxhaven
Was Dürrenmatt sagt, sagt er in Prosa

Viel Beifall für Inszenierung des Kriminalromans "Der Verdacht" im Theater.

Aus der Buchausgabe von "Der Verdacht" hat Manfred H. Greve im vergangenen Jahr eine Bühnenfassung geschrieben. Diese wurde am Wochenende in einer gekonnt gekürzten Version im heimischen Stadttheater vor fast ausverkauften Reihen in einer zweieinhalbstündigen Inszenierung vom Theater Greve gespielt .... Kommissar Hans Bärlach überzeugend facettenreich von Ulrich von Bock verkörpert - hat soeben eine schwere Krebsoperation hinter sich gebracht. ... Regisseur Manfred H. Greve, der in seiner Inszenierung eindrucksvoll den einstigen KZ-Arzt gibt, fordert sein Publikum von Beginn an ... Der Text und das treffliche Darstellerensemble - dem auch Roberto Widmer als Jude Gulliver und Andrea Gloggner als Frau Dr. Edith Marlok angehören - verstehen es, ihr Publikum zu fesseln. Sie lassen den Theaterabend als Ganzes betrachtet zu einem Kriminalstück der etwas anderen Art werden, das die Theaterbesucher mit lang anhaltendem Beifall belohnten.

 

Neumünster
Ein dichter und aufwühlender Theaterabend mit Dürrenmatt

... Es gab lang anhaltenden, starken Applaus für einen Dürrenmatt der besonderen Art und einen dichten, aufwühlenden Theaterabend.

 

Hanau
Die Philosophie eines Verbrechens

Friedrich Dürrenmatt "Der Verdacht" als Theaterstück im Comoedienhaus Wilhelmsbad

... In einer gelungenen Bühnenadaption des 1951 erschienenen Romans, geschaffen vom Tourneetheater Greve aus Hamburg, standen alles andere als Klischees und eine vorhersehbare Geschichte im Mittelpunkt. Auf sehr philosophische Art und Weise wurden die Themen Moral und Gerechtigkeit, Gut und Böse behandelt. Alles war hier auf das Wesentliche konzentriert .... Der Zuschauer bekommt einen faszinierenden Einblick in das gedankliche Innenleben von jemandem, der die Werte des Lebens verneint. Da war nicht nur Emmenberger, ein durch und durch überzeugender Manfred Greve, der mit seiner ausdrucksstarken Stimme eine Intensität seiner Worte schafft, die das Publikum gebannt lauschen lässt...

 


Manfred H. Greve, Sülldorfer Kirchenweg 78, 22587 Hamburg, Tel.: 0 40 / 8 66 36 01, Fax: 0 40 / 86 95 04
E-Mail: theater.greve@t-online.de